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Sortiermuffel machen Probleme Die Mitarbeiter der Stadtwerke sind täglich im Einsatz, um Hausmüll, Gelbe Säcke oder Sperrmüll abzuholen. Schließlich produzierten die Delmenhorster fast 40.000 Tonnen Müll im Jahr 2009. Probleme bereiten falsch eingeordnete Stoffe besonders im Biomüll.
38.838 Tonnen Abfall haben die Delmenhorster im Jahr 2009 insgesamt produziert. Das entspricht knapp als einer halben Tonne pro Einwohner. Im Vergleich zum Vorjahr konnte die Menge um fast 1.000 Tonnen reduziert werden. Noch deutlicher wird der Rückgang der Müllmenge, wenn man die Zahl mit dem Jahr 2000 vergleicht, denn hier waren es noch 48.206 Tonnen. Seitdem gehen die Zahlen kontinuierlich zurück. Mit 14.837 Tonnen hat der Hausmüll mit Abstand den größten Anteil am Gesamtaufkommen, gefolgt von 6.172 Tonnen Bioabfall und 3.835 Tonnen Papier. Während die Zahlen für Sperrmüll, Glas, Gelber Sack, Altmetall, Grünabfälle, Textil und Straßenkehricht mehr oder weniger auf dem gleichen Niveau geblieben sind, gab es beim Altpapier einen deutlichen Einbruch. Fast 1.200 Tonnen, von 5.005 auf 3.835, büßte die Stadt durch die Einführung der blauen Tonne durch die Firma Veolia ein. Ungünstig, wenn man bedenkt, dass neben dem Altmetall vor allem am Altpapier noch etwas zu verdienen ist. Von den 38.838 Tonnen Unrat wanderten 25.423 in die Wiederverwertung, 13.216 wurden beseitigt. Papier, Glas, Gelber Sack, Textilien, Grünabfälle, Straßenkehricht, Altmetalle und Bioabfälle werden zu nahezu 100 Prozent wiederverwertet. Anders sieht es bei beim unsortierten Hausmüll aus. Hier wandern vier Fünftel in die Beseitigung. Noch ungünstiger läuft es bei den öffentlichen Abfalleimern, denn deren Inhalt landet zu 100 Prozent in der Beseitigung. „Der enthaltene Müll ist so kleinteilig, dass es sich nicht lohnt, ihn zu sortieren“, erklärt Monika Grenzdörfer, Abfallberaterin bei der Stadt.
Probleme gibt es beispielsweise mit den Gelben Säcken für den Plastik- und Verpackungsmüll, die oft schnell vergriffen sind: „Viele nutzen die Gelben Säcke leider auch für alles mögliche andere.“ Für Ärger sorgt zudem immer noch, dass der Müll nicht sortenrein ist. Metallteile im Gelben Sack oder Papier im Biomüll sind keine Seltenheit. „Besonders Plastik und Windeln im Biomüll sorgen für Ärger“, weiß Grenzdörfer. Der Biomüll wird an das Kompostwerk in Ganderkesee geliefert, wo er zunächst durch ein Sieb gegeben und anschließend durch einen Magnetabscheider von Messern und Metallteilen befreit wird. „Was dann noch im Biomüll ist, wird von den Mitarbeitern handrein aussortiert. Das ist wirklich eine sehr unangenehme Arbeit.“ Auch im Gelben Sack finden sich zu fast 10 Prozent Dinge, die nicht hineingehören. Deshalb appelliert die Fachfrau noch einmal an die Delmenhorster, darauf zu achten, den Müll richtig zu sortieren. Davon profitieren letztlich auch die Bürger selbst, denn je mehr die Kosten gesenkt werden können, desto weniger Müllgebühren müssen sie zahlen. |